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Allein dies verdient eine ausfuͤhrliche Erzaͤhlung in einem neuen Kapitel.
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Siebzehntes Kapitel.
Sobald Hofer aus dem Saale getreten war, wurde er mit Jubel von Hans, und mit einem herzlichen Haͤndedruck von ſeinem Lehrer Baſil empfangen, und verließ, auf Beide geſtutzt, das Rathhaus. Waͤhrend er in die Saͤnfte ſtieg, kam ein Diener, und rief Baſil zu Otto von Windeck. Der Monch uͤberließ es alſo dem ehrlichen Hans, unſern befreiten Helden nach der Wohnung des Grafen von Falkenſtein zu begleiten, und folgte der Aufforderung Windecks. Hofer oͤffnete das Seitenfenſter der Saͤnfte, um ſich mit Hans, der neben ihm herging, zu unterhalten. Daß er ſogleich nach Hedwig fragte, war natuͤrlich; aber Hans war ſchlau genug, ſeinem Herrn eine Ueberraſchung zu machen.„Sie iſt bei einem nahen Verwandten,“ ant⸗ wortete er,„und Marie auch. Waͤre dieſe nicht gewe⸗ en, ſo haͤtte ich nie die Waffen ergriffen. Dem Kuno habe ich ſeine Liebe aus dem Kopfe vertrieben, dem armen Kerl! und Marie hat mich jetzt lieber, als ehe ſie auf's Schloß gekommen iſt.“
„Wie biſt du denn entronnen, Hans?“ fragte Ho⸗ fer. „Ach, Herr, ich hatte keine Luſt, den Reitern zu widerſtehen, und auch eure uͤbrigen Leute nicht. So


