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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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Blicke begegnete, bemerkte, daß aufregende Gefuͤhle ſeinen Richter ergriffen haben mußten; denn Windecks Miene ging aus dem feierlichen Ernſt, den er waͤhrend der vorhergegangenen Auftritte beobachtet hatte, in ein uͤberraſchtes, freudiges Erſtaunen uͤber, welches er kaum bemeiſiern zu konnen ſchien. Hofer trat unerſchrocken vor die Verſammlung, und zwar mit jener edlen ein⸗ nehmenden Unerſchrockenheit, die aus dem Bewußtſeyn der unſchuld hervorgeht. Er antwortete auf die Frage, was ihn zur Theilnahme an einem ſo ſchaͤndli⸗ chen Aufruhr habe bewegen können, kurz und beſtimmt: der Zwang und das Verlangen, den Grauſamkeiten Einhalt zu thun, zu welchen die verfuͤhrten Leute von Rachſucht und Leidenſchaft fortgeriſſen wurden.

Wenn ihr die Abſicht hattet, ſagte der Inqui⸗ ſitor,wie ihr vorgebt

Erlaubt mir, euch zu unterbrechen, ſiel ihm Hofer in die Rede, vich gebe nicht vor, dieſe Abſicht gehabt zu haben, ſondern hatte ſie wirklich, wie ich beweiſen kann, wenn der Graf von Falkenſtein, den ich hier un⸗ ter der Zahl meiner Richter ſitzen ſehe, ſeinen unbilli⸗ gen Zorn gegen mich ſo weit unterdruͤcken will, daß er der Wahrheit gemaͤß ein Zeugniß fuͤr mich ablegt. Wenn unfreiwilliger Antheil an dieſem Aufſtande mich des Todes ſchuldig macht, ſo will ich dem Geſetz mein Leben aufopfern.

Der Graf von Falkenſtein erhob ſich, um Hofer'n das Mißtrauen in ſeine Dankbarkeit zu benehmen. Geehrte Herren, ſagte er, zur Verſammlung gewandt,