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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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dem Einen ſeine Schwaͤrmerei gegeben haben wuͤrde, noch den Trotz, welchen dem Andern ſein verhaͤrtetes und verſtocktes Herz einfloͤßte. Mit matter Stimme nannte Pfeiffer ſeinen Namen auf die Frage des unter⸗ ſuchenden Richters; als er aber uͤber ſeinen Antheil an dem Ausbruch der thuͤringiſchen Unruhen und uͤber ſeine Verbindung mit dem Wiedertaͤufer Thomas Muͤn⸗ zer gefragt wurde, hielt er es fuͤr das Beſte zu laͤug⸗ nen, und ſelbſt die Folter anszuhalten. Der Richter ließ ſeinen Daumen in die Folterſchraube legen. Pfeiffer hielt zuerſt den Schmerz aus, bis auf einmal die Vermehrung deſſelben eine voruͤberfliegende Roͤthe uͤber ſein bleiches Geſicht jagte, und ihm dann einen Schrei und die Worte auspreßte!:Ich will Alles be⸗ kennen! Er geſtand, daß er es geweſen ſey, der bei der Nachricht von dem Aufſtand in Schwaben zuerſt die Waffen ergriffen, und durch ſein Gluͤck auch Tho⸗ mas Muͤnzer zu einem gleichen Schritte bewogen habe. Er gab ſeine Erſcheinungen fuͤr Blendwerke an, und flehte zuletzt um Gnade, um, in den Schooß der wahren Kirche wieder aufgenommen, in der Stille eines Kloſters ſeine Vergehungen buͤßen zu koͤnnen. Seine Bitte ward nicht erhoͤrt; ſein Urtheil lautete, daß in Be⸗ tracht ſeiner Reue er, nach Ablegung ſeines Glaubens⸗ bekenntniſſes, durch das Schwert vom Leben zum Tode gebracht werden ſolle. Kleinmuͤthig verließ Pfeiffer die Verſammlung, um Hofer'n Platz zu machen, wel⸗ cher nun in den Saal gefuͤhrt ward. Otto von Win⸗ deck heftete ſein Ange auf ihn, und Hofer, der ſeinem