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geglaubt haͤtte, daß ein menſchlicher Fuß Halt finden fonne, und hoͤrte uͤber mir das Getuͤmmel der Aufruͤh⸗ rer, welche die eroberte Burg pluͤnderten. Euer unge⸗ wiſſes Schickſal aͤngſtigte mich, und ſo ſehr mich auch meine Begleiter verſicherten, daß euch gewiß kein Leid geſchaͤhe, ſo lange Franz Hofer lebe und Hauptmann ſey, ſo konnte ich mich doch nicht beruhigen. Da ich ſo erſchopft war, daß ich den ſteilen Abhang nicht al⸗ lein hinabklimmen konnte, ſo blieben wir an unſerem gufluchtsorte bis gegen Abend, wo auf einmal die in Brand geſteckte Burg unſere Lage gefaͤhrlich machte, weil die vom Wind getriebenen Funken auf den Platz fielen, wo wir uns befanden. Ich nahm daher meine Kraͤfte zuſammen, und gelangte bei dem Scheine der Flammen gluͤcklich hinab.“
„So leuchteten alſo,“ rief der Graf ſchmerzvoll aus,„ſo leuchteten alſo die Flammen meines väterli⸗ chen Schloſſes der rechtmaͤßigen Beſitzerin zur Flucht!“
Wir hoͤrten das entfernte Jauchzen der Sieger,“ fuhr Hedwig fort.„Hans wollte ins Lager der Auf⸗ ruͤhrer und Pferde herbeiſchaffen, aber ich gab es nicht zu, daß ſich der Einzige, der uns ſchuͤtzen konnte, ent⸗ ferne. Ich erklaͤrte, daß ich Staͤrke genug fuͤhle, bis an einen Ort der Sicherheit zu gehen. Aber nun
fragte ſich, wohin wir unſere Flucht wenden ſoll⸗
ten. „Wehe,“ unterbrach ſie der Graf,„die Erbin von
Falkenſtein mußte ihr Schloß verlaſſen, ohne zu wiſſen wo ſie ein Obdach fur ſich finden koͤnne!“


