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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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173 Schonung erſlehen, welche ſie waͤhrend ihrer Siege nicht gekannt haben. Sollen wir ſie herein laſſen, Win⸗ deck? Als der Gefragte eine beiahende Antwort gab, dffnete der Diener die Thuͤre und Hedwig flog in die Arme ihres uͤberraſchten Vaters. Hinter ihr traten Hans mit Marien an der Hand, die Pflegeeltern Hofers⸗ der Paſtor von Rußbach und derſelbe Moͤnch, der auf dem Eſel in Worms eingeritten war, in das Gemach. Weder Falkenſtein, der entzückt ſeine Tochter umarmt hielt, noch Windeck, welcher geruͤhrt der Seene zuſah, bemerkte die Eintretenden, bis Hedwig nach der erſten Freude des Wiederſehens ſich zu ihrem Vater wandte, und ihr Hans und den Paſtor als ihre Retter, Hofers Pflegeeltern als ihre Schuͤtzer, und den fremden Moͤnch als einen Mann vorſtellte, der aus Theilnahme an Hofers Schickſal hieher gekommen ſey⸗ um den Unſchul⸗ digen von unverdienter Strafe zu retten.Er iſt doch hier? fragte Hedwig.

Er ſitzt hier gefangen, antwortete der Graf, doch wenn du dieſen Mann bitteſt, ſo wird er vielleicht bei ſeinem Gericht darauf Ruͤckſicht nehmen, daß er dir und mir zur Rettung aus den Haͤnden der Auf⸗ ruͤhrer behilflich geweſen iſt.

Hedwig hatte den Namen Otto's von Windeck von ihrem Vater oft nennen horen, aber ihn noch nicht ge⸗ ſehen; ſie ging daher etwas ſchuͤchtern und verlegen auf ihn zu.

Ihr werdet gewiß, ſagte ſie,meine Bitte um das Leben eines jungen Mannes nicht uͤbel deuten,