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Schuld an dem Aufruhr, und wird noch mehr Unheil uher unſer armes Vaterland bringen, wenn ſie nicht bald unterdruͤckt wird.“
„Nein, mein alter Freund,“ ſagte Windeck,„ich bin dieſer Lehre nicht abgeneigt, und nach Allem, was ich davon weiß, darf man ihr die Schuld nicht zu⸗ ſchreiben. Ich habe die Schrift geleſen, die Luther ſelbſt gegen die Aufruͤhrer bekannt gemacht hat, und worin er zum Frieden ermahnt. Wenn er ſich freilich mancher unziemlichen Ausdruͤcke gegen Fuͤrſten und Edele bedient, ſo meint er es doch gut mit unſerem deutſchen Lande! Er ſelbſt tadelt die Rebellen heftig, und ſagt ſich von allem Antheil an ihrem ſtraͤflichen Beginnen los. Kann er etwas dafuͤr, daß ſie ſeine Lehre mißverſtanden, die chriſtliche Freiheit in der Frei⸗ heit von Steuern und Abgaben geſucht haben, und von falſchen Propheten irre geleitet mit den Waffen erkaͤmpfen wollten, was ihnen verweigert ward? Der fromme Mann hat ihnen vorausgeſagt, was jetzt in Erfuͤllung gegangen iſt, daß ſie der Strafe nicht ent⸗ rinnen wuͤrden.“
„Mir iſt dieſer Luther als ein Ketzer und Verbrei⸗ ter von Frrlehren abgeſchildert worden,“ ſagte Fal⸗ kenſtein..
„Ich bin kein Geiſtlicher, Freund,“ erwiederte Windeck,„und kannuͤber ſeine Sätze nicht urtheilen; ich habe ihn aber vor vier Jahren hier vor Kaiſer und
* Reich unerſchrocken ſtehen ſehen, und Niemand konnte ihm, wie er verlangte, aus der Schrift beweiſen, daß


