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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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den geduldigen Gang ſeines apoſtoliſchen Thieres, eines langohrichten Eſels, in gleichem Schritt mit den Ros⸗ ſen zu halten. Hinter dieſem ſonderbaren Aufzuge folgte ein Bauerwagen mit vier Perſonen beſetzt, die zu den Reitern zu gehoren ſchienen, da der junge Bauer oft ſein Pferd anhielt, um mit einem jungen Mädchen, das in dieſem Wagen ſaß, zu ſprechen, und dann wieder an die Seite der verſchleierten Dame eilte. Außer dem eben genannten Maͤdchen befanden ſich noch in dieſem Wagen zwei alte Leute, die mit Verwunde⸗ rung um ſich blickten, und denen Alles, was ſie ſahen, neu und wunderbar ſchien, ferner, der Kleidung nach zu urtheilen, ein Geiſtlicher. Die Zuſchauer erſchoͤpften ſich in Vermuthungen uͤber dieſe Erſcheinung; ſie wur⸗ den ſie fuͤr Verwandte irgend eines der gefangenen Em⸗ porer gehalten haben, wenn nicht alle darin übereinge⸗ ſtimmt, daß die verſchleierte Dame keine Baͤuerin ſeyn könne. Daß jedoch die Nengierde ſie nicht nach Worms gezogen habe, bewies die Traurigkeit ihrer Mienen. Sie hatten ſich ſchon eine Zeitlang durch das Gedraͤnge in den engen Straßen durchgewunden, ein Gegenſtand der Verwunderung fuͤr die gaffenden Augen, und der Vermuthungen fuͤr die Neugier der Zuſchauer, als ſie ſtille hielten, und der junge Bauer ſich nach der Woh⸗ nung des Grafen von Falkenſtein erkundigte. Sogleich boten ſich viele zu Führern an, und geleiteten ſie nach dem Hauſe, wo Falkenſtein mit Otto von Windeck, ſeinem alten Freunde, wohnte; hier ſtieg die Dame mit ihren Begleitern ab, und verſchwand in dem Hauſe,