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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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Obgleich Hofer mit den Geſetzen nicht bekannt war, ſo hatte ihn doch der hoͤhniſche Spott der Reiter unter⸗ wegs hinlaͤnglich von den Qualen belehrt, die den Be⸗ ſiegten bereitet ſeyen, und außer ſeiner eigenen ſchreck⸗ lichen Lage quaͤlte ihn noch die Ungewißheit des Schick⸗ ſals, das ſeine Leute in der Schlacht betroffen. Be⸗ ſonders war er wegen des treuen Hans bekuͤmmert, der ihn nur aufgeſucht zu haben ſchien, um ſeines Herrn Loos zu theilen. Er ward von den Reitern nach dem Gefaͤngniß gebracht, wo ein Theil der un⸗ gluͤcklichen Schlachtopfer fuͤr das Gericht aufgeſpart wurde, und hier mit ſeinen Leiden der Seele und des Korpers allein gelaſſen. Er bat um einen Arzt fur ſein beſchaͤdigtes Bein, und einer von den Reitern verſprach ihm, ſeine Bitte dem Grafen von Falkenſtein, von dem er ſich jetzt die verſprochene Belohnung holen wolle, mitzurheilen; aber er glaube, daß ihm ein Wundarzt unnoͤthig ſey, da der Henker ſeinen Schmerzen bald fuͤr immer ein Ende machen werde.

ungefaͤhr zwei Stunden mochte Hofer allein zuge⸗ bracht haben, als ſich die Thuͤre ſeines Gefaͤngniſſes öffnete, und ein Wundarzt hereintrat, der auf Befehl des Grafen von Falkenſtein kam, um nach der Ver⸗ wundung des Gefangenen zu ſehen.„Das iſt eine Gunſt, junger Mann,“ ſagte der Wundarzt, ein ge⸗ ſchwaͤtziger Bader,„die nur Wenigen der Ungluͤcklichen zu Theil wird, die hier eingebracht worden ſind, um fuͤr ihre Verwegenheit zu buͤßen. Viele ſind verwun⸗ det und liegen ohne Hilfe, und wenn ihnen auch ein mitleidiger Mann beiſtehen mochte, ſo iſt es ihm doch