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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
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getroffen niedergeſunken, um die Wurzeln dieſer Linde mit ſeinem Blute zu traͤnken. Schweigend und in ſich gekehrt ritt Hofer zwiſchen ſeinen Gefaͤhrten zu den Thoren von Worms und in die volkbelebten Straßen der alten Reichsſtadt ein. Sein Schickſal erregte nicht wenig Mitleiden bei Vielen in dem Volksgedraͤnge. „Ach! der ſchoͤne junge Mann!“ ſeufzte manche Dirne, und blickte ihm traurig nach.„Schade um den Juͤng⸗ ling!“ ſagten die Alten.„Aber ſo geht es, boͤſe That bringt böſen Lohn.“ Aus dieſen Aeußerungen konnte Hofer erſehen, daß hier ein bitteres Schickſal ſeiner warte, und daß er das Loos derer theilen werde, die das Ungluͤck hatten, in die Haͤnde ihrer neberwinder zu fallen. Die Gerechtigkeit verlangte allerdings ihre Opfer, und die ruͤckſichtsloſe Grauſamkeit, womit die Bauern gegen die Edeln verfahren waren, verdiente ihre Beſtrafung; aber weder die umſtaͤnde brachten es mit ſich, daß man ſtrenge bei der Wahl der Opfer war, noch die Zeit, daß man ſich bei der Beſtrafung der Bauern der Grauſamkeiten enthielt, womit dieſe ihren Unwillen gegen ihre Unterdruͤcker ausgelaſſen. Denn dieſelben, welche die Bauern beſiegt und zum Theil ihren Grimm gefuͤhlt hatten, waren die Rich⸗ ter unter dem Vorſitz Otto's von Windeck, und wer ſich von der Milde dieſer Zeit in gerichtlichen Beſtra⸗ fungen eine Vorſtellung machen will, braucht bloß die in der peinlichen Halsgerichts⸗Ordnung Kaiſer Karls V. angedrohten Strafgeſetze zu leſen, wo der einfache Tod durch das Schwert des Henkers eine Wohlthat iſt. L