Kameraden, das ſich auch nicht umſonſt verſteckt hat.“
an einen Aufbruch, und zechten bis an den Morgen. Erſt dann ſtanden ſie auf, um weiter zu reiten, ſuchten Schwerter und Ruͤſtung, und entdeckten bei dieſer Ge⸗ legenheit auch Hofers Kuͤraß.„Was zum Teufel,“ ſagte einer verwundert,„ſind wir denn fuͤnf geweſen, oder hat der Wein meine Sinne benebelt? Da liegt noch eine vollſtaͤndige Ruͤſtung.“
„Alle Welt, das iſt wahr, wie kommt dieſe hieher?“ fragte ein Anderer.„He, Bauer! wem gehoͤrt dieſe Bewaffnung? Haſt du einen der Emporer verborgen?“
„Donner und Wetter! hoͤrt,“ ſagte ein Dritter, „dieſe Ruͤſtung muß einem der Unſrigen gehoͤrt haben, den dieſer Bauer, der uns nicht in ſein Haus laſſen wollte, umgebracht hat. Iſt es nicht ſo? Seht wie er erſchrickt. Er ſoll mit uns nach Worms, er gehoͤrt auch zu den Rebellen, und ſoll ihre Strafe leiden.“
„Ach, gnaͤdige Herren,“ jammerte die Frau,„mein alter Mann ſollte zu den Rebellen gehoͤren? Seht doch nur, er iſt ja ſo alt, daß er kaum mehr auf ſeinen Fuͤßen ſtehen kann. Ach ich arme Frau! Meinen Mann fortzu⸗ fuͤhren, mit dem ich ſo lange zuſammen gelebt habe!“
Die Klage der Frau drang Hofern durch das Herz, und ſein Edelmuth ließ es nicht zu, daß ſein Wirth ſeinetwegen etwas erleiden ſollte. Er verließ alſo plotz⸗ lich ſeine gezwungene Lage, und ſich aufrichtend, rief er:„Die Ruͤſtung iſt mein!“ Die Reiter ſahen ſich erſtaunt um.„Potz Tauſend!“ ſagte Einer,„wer hat denn hier geſprochen? Aha, hier iſt ein Vögelchen,
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