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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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nicht allein ſein Schloß in Brand geſteckt, ſondern ihm auch ſeine Tochter, die eine ſchmucke Dirne ſeyn ſoll, entfuͤhrt. Falkenſtein ſelbſt kam kaum mit dem Leben davon, und erſchien in unſerem Lager ſo elend und arm, daß er nicht einmal einen Kuͤraß auf dem Leibe hatte. Wenn er den Hofer in die Haͤnde bekommt, ſo wird er ihm die Gedanken an huͤbſche Dirnen aus dem Kopfe vertreiben.“

„Ja hoͤrt,“ ſagte der Vierte,„wir muͤſſen nach Worms hin, und das Schlachten mit anſehen; ſo eine Freude durfen wir nicht vorbeilaſſen. Denn der alte Windeck hat geſchworen, daß er ein Gericht halten wolle, was allen kommenden Geſchlechtern ein Beiſpiel ſeyn werde, ſich vor A fall von angeborenen Herren zu huͤten, und ihr wißt, er iſt ein Mann, der ſein Wort haͤlt.—

Hofer hoͤrte alles dieſes mit an. So unglaublich es ihm war, daß der Graf von Falkenſtein, der mit den heißeſten Verſicherungen der Dankbarkeit von ihm Abſchied genommen, ſo unedel ſeyn werde, ſich an ihm, dem unſchuldigen, fuͤr die gerſtörung ſeines Schloſſes und das Verſchwinden ſeiner Tochter zu raͤchen, ſo horte er doch von den Reitern, daß ein Preis auf ſei⸗ nen Kopf geſetzt ſey und daß er aufgeſucht werde. Er hielt daher das Peinliche ſeiner Lage aus, theils zu ſeiner eigenen Sicherheit, theils aber auch, um ſei⸗ nem Wirthe keine Gefahr zuzuziehen⸗ und hoffte, durch den baldigen Aufbruch der Reiter erloſt zu werden.

Dieſe aber dachten, ije mehr ſie tranken, deſto weniger