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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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Den Krug haben uns die empörten Bauern hier zu⸗ ruckgelaſſen, als ſie hier durchzogen, und ſeit der Zeit ſteht er unangeruͤhrt da, weil es unrechtes Gut iſt.“

„Es ſchmeckt doch, Muͤtterchen,“ ſagte der Reiter, „wenn's auch ungerechtes Gut iſt, beſonders nach einer ſolchen Anſtrengung, wie die, in welche uns heute die rebelliſchen Schurken geſetzt haben. Aber wir wollen einmal nachſuchen, ob ſich nicht noch mehr in eurer Huͤtte findet.“

Die Alte wurde bange fuͤr die Sicherheit ihres Gaſtes, wenn eine Nachſuchung angeſtellt werden ſollte, und erinnerte ſich daher, daß es ein ganzes Faͤßchen geweſen ſey, was die Bauern nebſt dem Kruge zuruͤck⸗ gelaſſen haͤtten, ſie wiſſe aber nicht, ob Wein, oder et⸗ was Anderes darin enthalten ſey.

„Schafft es nur berbei!“ rief einer, michts iſt angenehmer, als die Eingeweide eines Weinfaſſes zu unterſuchen.“ Er half der alten Frau, das Faͤßchen aus einer Kammer hereintragen. Der Inhalt wurde geprobt, und zum großen Jubel fuͤr einen koſtlicheren Wein befunden, als ihn die Sonne je auf den Huͤgeln von Nierenſtein ausgekocht habe. Der Tiſch ward zu⸗ recht geſtellt, die Reiter legten Schwert und Ruͤſtung ab, und begannen zu zechen.

Hofer ſah das Gefaͤhrliche ſeiner Lage ein, und es koſtete ihn die groͤßte Ueberwindung, die Lage bei⸗ zubehalten, die er angenonmen hatte. Doch zog bald das Geſpraͤch der Reiter ganze aufnecijantet