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—„Macht auf!“ war Hofers Antwort⸗„ich bin ein verwundeter Mann, der eure Menſchlichkeit um Hilfe anfleht, und eure Dienſte belohnen kann.“ Der Fen⸗ ſterladen wurde mit Vorſicht geoffnet, und das Ge⸗ ſicht eines alten Mannes ſchaute aͤngſtlich heraus, um ſich von der Wahrheit der Ausſage des Hilfsbeduͤrfti⸗ gen zu uͤberzengen.„Wartet,“ ſagte er zu Hofer. „Muͤtterchen, dffne die Thuͤre, es iſt ein junger Mann, einer von den Reitern, er ſieht aber ſo elend aus, daß wir Mitleiden mit ihm haben muͤſſen.“ Eine alte Frau offnete die Thuͤre mit dem Ausrufe:„Du lieber Him⸗ mel, ein ſo junges huͤbſches Blut! Na, wir wollen euch helfen, ſteigt nur vom Pferde, und kommt herein!“ Hofer verſuchte ſich auf dem linken Beine im Steig⸗ bugel feſtzuſtellen, um ſich dann herabzuſchwingen, aber der Schmerz war ſo heftig, daß ſeine Anſtrengung miß⸗ lang.„Komm doch heraus, Mann,“ rief die Frau dem alten Bauer zu,„der junge Herr kann nicht ab⸗ ſieigen; hilf ihm vom Gaul herunter.“ Der Mann folgte der Aufforderung, und brachte nach vielen An⸗ ſtrengungen den Verwundeten in die Huͤtte.„Ach/ das ſind ſchlimme Zeiten!“ ſagte die Fran.„Man darf nicht jedem ſeine Thuͤre dͤffnen. Vorgeſtern waren eure Reiter hier und haben Alles zerſchlagen; nur auf die innigſten Bitten haben ſie unſer armes Haͤuschen verſchont.“ Waͤhrend der Bauer das Pferd in den Stall fuͤhrte, quaͤlte die Frau Hofer'n mit Fragen, und als ſie von ihm erfahren hatte, daß er ein Haupt⸗ mann der Aufruͤhrer geweſen, und das Bauernheer ge⸗


