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Hofers in die Haͤnde. Sie waren edelmuͤthig genug, es ihrem Anfuͤhrer anzubieten.„Einer kann ſich doch nur damit retten,“ ſagten ſie,„gebt es dem verwundeten Hauptmann; wir haben geſunde Beine, und wollen ſchon entrinnen.“ Sie hoben Hofer'n auf das Pferd, und folgten dem Zuge der Fluͤchtigen. Hofer ſchlug einen andern Weg ein, und verfolgte denſelben, unge⸗ achtet ihn die Quetſchung ſeines Beines ſtark ſchmerzte, ſo raſch, daß er das Getuͤmmel bald nicht mehr hoͤrte. Nachdem er der unmittelbaren Gefahr entgangen war, zwang ihn der empfindliche Schmerz, den Schritt ſeines Pferdes zu maͤßigen, und ſich nach einem Obdache umzuſe⸗ hen. Ein durch die Baͤume hervorragender Kirchthurm zeigte ihm die Naͤhe eines Dorfes, und er ritt darauf los. Aber Alles war verlaſſen, und kein einziges Haus bewohnt, wie die eingeſchlagenen Fenſter zeigten. End⸗ lich fand er eine Huͤtte, durch deren verſchloſſene Laden ein Licht ſchimmerte.„Hier ſind Menſchen,“ dachte Hofer,„ſie mogen Feinde oder Freunde ſeyn, ich kann nicht weiter, und muß ihr Mitleid anflehen.“ Er ſtieß mit ſeinem Schwert an die Fenſterladen; ſogleich erloſch das Licht, und Alles im Innern der Huͤtte blieb ruhig. Er rief und bat flehend, einem Verwundeten die Thuͤre zu offnenz er ſey allein, und ſie brauchten ihn nicht zu fuͤrchten, aber er erhielt keine Antwort. Er drohte, und hieb mit ſeinem Schwerte auf den Fen⸗ ſterladen, um den hartherzigen Bewohnern zu zeigen, daß er Gewalt gebrauchen köͤnne. Da ward eine Stim⸗ me von innen laut:„Wer ſeyd ihr, der uns ſtört?“


