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gelehrten, an Weiber und Maͤnner gerichtet hat; er hat ihr den Brunnen verſchloſſen, aus dem Waſſer des Lebens quillt.“
„Deſſenungeachtet,“ ſagte Hofer feſt,„hat er nicht verdient, dafuͤr geſtraft zu werden; denn meine Ein⸗ willigung in euren Antrag verdankt ihr ſeiner Ueber⸗ redung. Wenn ihr ihm ein Haar kruͤmmt, ſage ich mich wieder von euch, als ungerechten Mordern und Schaͤndern des Heiligen, los.“
neberraſcht von dem Tone des jungen Mannes, maß ihn Winzer mit großen Augen. Er unterdruͤckte jedoch die auf ſeiner Zunge ſchwebende Antwort, und ließ Hofer'n zu Gefallen, wie er ſagte, den Paſtor ent⸗ ſchluͤpfen, welcher, dieſer Gefahr entronnen, ſich auf den Weg nach Falkenſtein machte, um den Auftrag ſeines Retters auszufuͤhren.
Franz Hofer wurde darauf von Winzer nach dem
Dorſplatz zuruͤckgefuͤhrt, wo indeſſen die Schaaren der
Banern, bedeutend vermehrt, ſich auf zweitauſend Mann belaufen mochten. Sie lagen und ſtanden in wilder
unordnung durcheinander, und das Gefuͤhl der Unge⸗
bundenheit und Freiheit, mit der Begierde nach Rache
vermiſcht, entlockte ihnen bald Toͤne der Freude, bald
Drohungen. Hofer mußte Winzern einen Eid ſchworen, nach ſeinen Kraͤften dem Volke zu ſeinen Rechten zu
verhelfen, und Alles zu vollenden, was der Herr be⸗
ſchloſſen. Er behielt ſich jedoch vor, dieſen letzten un⸗ beſtimmten Ausdruck nach ſeiner Anſicht von dem, was
die Zeit erfordere, auslegen zu durfen, und nicht die


