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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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ſeiner Verbannung aus dem Schloſſe gefaßt hatte. Der Paſtor verſprach es ihm, wenn er Freiheit habe, hin⸗ zugehen, wohin er wolle.

„Dafuͤr ſeyd unbeſorgt;“ ſagte Hofer,„eure Be⸗ freiung ſoll das erſte ſeyn, worin ich mein Anſehen ausuͤben und verſuchen will.“

„So gehe denn hin, mein Sohn,“ ſprach der Pa⸗ ſtor,„gehe hin mit meinem und Gottes Segen. Thue ſoviel, als du kannſt, zur Verhuͤtung von Ungerechtig⸗ keiten.“

Als Franz eben das Zimmer verlaſſen wollte, um Winzer aufzuſuchen, und ihn mit ſeinem Entſchluß bekannt zu machen, trat dieſer herein. Beim Anblick des Paſtors, der ihm aus dem Sinn gekommen zu ſeyn ſchien, verfinſterte ſich ſein Blick.„Ha,“ rief er aus, willſt du jetzt gehorchen, und dem fluchen, wel⸗ chen Gott verdammet hut? denn die Zeit iſt erfullet worden, von der geſchrieben ſteht: Komm, ich will dir zeigen das Urtheil der großen Hure, die auf ſieben Bergen ſitzet.“

Hofer trat zwiſchen den Geiſtlichen und den Zorn Winzers.„Ich nehme euren Vorſchlag an,“ ſagte er, viedoch nur unter der Bedingung, daß ihr dieſen from⸗ men Mann frei laſſet, der Nichts verbrochen, ſondern ſeiner Gemeinde alles Gute gethan hat.“

„Gutes gethan?“ fragte Winzer heftig.„Er hat ihr das Licht verborgen, das der Herr hat ausgehen laſſen, und das Wort vor ihr geheim gehalten, das er an die Reichen und Armen, an die Gelehrten und Un⸗