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beforderſt. Denn man kann es nicht laͤngnen, der Druck iſt ſo hart geweſen, daß das gereizte Volk mit Recht Erleichterung verlangt, und ſie mit dem Schwerte ſucht; aber die Rache fuͤhrt ſie zu weit, ſie verſuͤndi⸗ gen ſich an Gott und ſeinen Dienern, ſie verwechſeln den Unſchuldigen mit dem Schuldigen, und ſchwer, fuͤrchte ich, ſchwer werden ſie dafuͤr buͤßen. Welche empdrende Grauſamkeiten ſind waͤhrend dieſer un⸗ gluͤcklichen Tage in Franken und Schwaben geſche⸗ hen! Du kannſt dies hier verhindern, und durch Maͤßigung ihrer Wuth und ihrer Forderungen vielleicht einen guͤtlichen Vergleich herbeifuͤhren.“
„Aber bedenkt doch, ehrwuͤrdiger Herr,« ſagte Franz, vwat dieſes ſchlechtbewaffnete Geſindel gegen die Edeln und ihre Reiſigen ausrichten kann. Sie wollen jetzt gegen Falkenſtein ziehen. Das Schloß iſt ſo feſt, daß es ſelbſt unvertheidigt ſchwer erſtiegen werden kann.«
„Du weißt nicht,“ erwiederte der Paſtor,„du weißt nicht, was eine in Wuth geſetzte Menge ver⸗ mag, die keine Verzeihung zu hoffen hat, wenn ſie be⸗ ſiegt wird. Die fraͤnkiſchen und ſchwaͤbiſchen Bauern haben viele Burgen erobert und verbrannt, und Grau⸗ ſamkeiten dabei begangen, deren Beſchreibung ſchon Schaudern erregt. Die ganze Pfalz ſteht jetzt unter Waffen, und bis in dieſe Thaͤler hat ſich der Aufruhr verbreitet; daß ſich nicht hier dieſelben Auftritte, die an⸗ derswo geſchehen, wiederholen, ſteht in deiner Hand.“
Hier wurde Franz von dem Gedanken des ſchreck⸗ lichen Schickſals ergriffen, das den Bewohnern Falken⸗


