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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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delt, ſodann vor den Anfuͤhrer dieſer Rotte gebracht, und von demſelben aufgefordert worden ſey, Haupt⸗ mann von einem Theil der Emporer zu werden.

„Weigere ich mich,“ fuhr er fort,„ſo hat mir der Schwaͤrmer den Tod gedroht, und ſeine Miene verbuͤrgt mir die Erfuͤllung ſeiner Drohung. Rathet mir, ehr⸗ wuͤrdiger Herr, kann ich mit Ehre ein aufruͤhreriſches Volk zu Mord und Brand fuͤhren?“

„Mein Sohn,“ ſagte der Paſtor,„ich erkenne hier den Finger der Vorſehung, die dich gerade in dieſem Aungenblicke unter das verblendete Volk gebracht hat. Nein, du ſollſt ſie nicht zu Mord und Brand fuͤhren, ſondern durch dein Anſehn die Graͤuel verhindern, die ſonſt geſchehen wuͤrden. Denn dieſer Schwaͤrmer, welcher mich dem Pabſt fluchen hieß, und mich toͤdten wollte, als ich mich weigerte, ſein eben ſo unſinniges, als unerlaubtes Begehren zu erfuͤllen,— ein Schickſal, das mich auch betroffen haͤtte, wenn mich nicht deine Ankunft gerettet, und das mir noch immer bevorſteht, — dieſer kennt keine Maͤßigung, und haͤlt ſich fur einen Propheten, der berufen ſey, zu morden und zu brennen.“

„Er wird mich bloß als ſein Werkzeug gebrauchen,“ wandte Hofer ein,„und auf meine Stimme wenig hoͤren, wenn ich ihn in ſeinen Unternehmungen zu⸗ ruͤckhalten will.“

„Glaube das nicht, mein Sohn,“ erwiederte der Paſtor,„du wirſt unter dieſen verfuͤhrten Leuten viele ſinden, die ſich mit Vertrauen an dich anſchließen wer⸗ den, wenn ſie ſehen, daß du mit Mäͤßigung ihr Beſtes