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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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meiner letzten Stunde, oder, wenn du nicht hier ſeyn ſollteſt, dir eine Rolle zu geben, in der er die ganze Begebenheit aufgeſchrieben hat. Da du jetzt fort willſt, und ich indeſſen ſterben konnte, ſo durfte ich dir nicht laͤnger verſchweigen, was ein und zwanzig Jahr lang nicht uͤber meine Lippen gegangen iſ

Franz verlangte das Bild zu ſehen, und der Alte holte es aus einem Wandſchrank hervor, und haͤndigte es ihm nebſt der Rolle ein. Es ſtellte eine ſchoͤne Dame in der Bluͤthe ihrer Jahre vor, die, mit allen Reizen einer gluͤcklichen Jugend geziert, dem aufmerkſamen Be⸗ obachter freundlich zulaͤcheite. Was gab ihm ein Recht, dieſes Bild als ſein Eigenthum anzuſehen? Konnte es nicht die Zigeunerin anderswo geſtohlen haben? Doch blickte ihn die Dame ſo vertraulich an; ihre Zuͤge ſprachen ſo deutlich und trdſtend zu ſeinem Herzen, als ob ihr Mund ſich geoffnet, und ihm die Worte zugerufen hätte: du biſt mein Sohn. Sie weckten Erinnerungen, die bisher in der Tiefe ſeiner Bruſt geſchlafen. Es war ihm als habe er das Original ſchon geſehen, und, von dunklen Gefuͤhlen bewegt, druͤckte er das Bild an ſeine Lippen.„Vater,“ ſagte er zum Greiſe,„ihr laßt mir doch dies Bild? Es fuͤhrt mich vielleicht zur Ent⸗ deckung meiner dunkeln Geburt.“

„Es iſt dein, mein Sohn,“ erwiederte der Alte, vaber deine Muͤhe wird umſonſt ſeyn; denn der Bruder Baſil hat vergebens deinen Eltern nachgeſpuͤrt.“

„So bin ich namenlot,“ rief Franz ſchmerzvoll aus,

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