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ich hatte doch Mitleiden mit ihr, ſie ſind ja auch Men⸗ ſchen, die Gott geſchaffen hat. Ich fuͤhrte ſie in unſere Huͤtte, und trug dich armes Kind auf meinen Haͤnden, und das ſah ich gleich, du konnteſt nicht der Sohn dieſer armen Frau ſeyn. Sie war ſo haͤßlich gelb, und du warſt ein huͤbſches Knaͤblein.«
„Ich bitte euch,“ unterbrach ihn Franz ungedul⸗ dig,„ſagt, habt ihr ſie nicht nach meinen Eltern ge⸗ fragt?“
Ja hore nur ruhig an. Alſo wie geſagt, da du ſo weiß und huͤbſch ausſaheſt, ſo dachte ich, du könnteſt nicht der Sohn dieſer garſtigen Heidenfrau ſeyn, und fragte ſie, woher ſie das Kind haͤtte. Ich hatte viel er⸗ zahlen hoͤren, daß dieſe Leute Chriſtenkinder ſtehlen, und, wie die Juden, ihr Blut trinken. Ach Gott! du armes Wuͤrmchen, dacht' ich, und blickte dich ſo recht traurig an.“
„Und fragtet?—“ ſagte Franz, um den Alten wieder auf den Gedanken zu bringen, von dem er ab⸗ gewichen war.
„Ja, ich fragte ſie. Sie erſchrak, und gab mir keine Antwort; denn ſie konnte auch kaum mehr ſprechen, fo erſchopft war ſie. Meine Frau pflegte dich armes Kind, und da wurdeſt du ſo munter, und laͤchelteſt und ſtreichelteſt uns, daß uns beiden das Herz weich ward, und da uns Gott keine Kinder geſchenkt, ſo be⸗ ſchloſſen wir dich zu behalten.“
„Aber das Zigeunerweib, ich bitte euchl ſagte Franz begierig.
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