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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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ihr mir den Vater, ohne mir einen andern dafuͤr zu geben? o ſagt mir, Vater,— erlaubt mir noch immer dieſen Namen— ſagt mir, wie kamt ihr dazu, mich zu erziehn?“

„Hoͤre, Franz, ich kam eines Abends— es ſind wohl jetzt ſchon an die ein und zwanzig Jahre— vom Felde zuruck, da horte ich auf einmal ein Aechzen aus dem nahen Gebuͤſch und das Weinen eines Kindes. Ich ging nach dem Platze zu, woher dieſe Jammertoͤne erſchollen, und fand ein Weib am Wege liegen, von Krankheit und Hunger abgezehrt, und dich auf dem harten Boden weinen und ſchreien. Es war eine Frau von dem fremden Heidenvolk, das auf einmal, Nie⸗ mand weiß woher, in unſer Land gekommen iſt.“

„Und dies Weib war meine Mutter?“ fragte Franz haſtig.

„Mein, mein Sohn,“ erwiederte der Alte,„höre

nur weiter, und unterbrich mich nicht, damit ſich mein

altes, ſchwaches Gedaͤchtniß nicht verwirre. Alſo— wo bin ich ſtehen geblieben? ja recht, die Frau konnte kaum ſprechen, bis ich ihr Waſſer gereicht; dann bat ſie mich, ihr ein Obdach zu verſchaffen, wo ſie ruhig ſterben köͤnne. Ich wollte ſie in das Kloſter bringen, aber ſie weigerte ſich, und wollte lieber liegen bleiben, als das heilige Gebaͤude betreten; denn ſie war, wie ich dir ſchon geſagt habe, eine von den Vtit— wie nennt man ſie doch?“

„Von den Zigeunern?“ fragte Franz.

„Ja, mein Sohn, ſie war eine Zigeunerin. Aber