„Ach du lieber Gott,“ rief ſie aus,„unſer Franz will in den Krieg ziehen! Wohin will er denn, Maͤnnchen?“
„Nach Italien,“ antweortete der Alte.
„Italien, wo der Pabſt iſt?“ ſagte die Frau. „Ach du lieber Gott! da wollen wir den gnaͤdigen Herrn Abt fragen, der hat vielleicht etwas zu beſtellen, und unſer Franz kann es ausrichten, und dem heiligen Vater die Fuͤße kuͤſſen.“
„Geh⸗ Weib, befahl ihr der Alte,„und mache uns ein Abendbrod, damit Franz noch einmal mit uns eſſe, ehe er uns auf immer verlaͤßt. Waͤre nur der Bruder Baſil hier,“ murmelte der Alte fuͤr ſich,„daß ich ihn fragen koͤnnte. Ich wußte es jaz Franz iſt nicht fur unſer ſtilles Leben geſchaffen. Du weißt, Franz,“ fuhr er laut fort,„ich habe dir nie etwas verweigert: ich kann und darf dich auch jetzt nicht zuruͤckhalten, aber du könnteſt mich vielleicht nicht mehr am Leben ſinden, wenn du jemals zuuͤckkehrſt in dieſes Thal, und darum darf ich dir nicht verſcheigen, was ich dir eigentlich erſt auf meinem Todtbette haͤtte vertrauen ſollen.“
„Wie, Vater?“ rief Franz, erſtaunt uͤber den ge⸗ heimnißvollen Ernſt, der des Alten Geſicht uberzog.
„Ich verdiene dieſen Namen,“ fuhr der Greis fort, „ur deswegen, daß ich dich auferzogen und geliebt habe, wie meinen Sohn. Aber dein Daſeyn verdankſt du mir nicht; Franz, ich bin nicht dein Vater.“
„Um Gotteswillen,“ rief Hofer,„wer iſt es denn?“
„Daß weiß ich nicht,“ ſagte der Alte.
„Warum,“ rief Franz bewegt aus,„warum raubt


