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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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laſſen, wenn ihm ſein Leben lieb ſey. So unerwartet Hofern dieſer Befehl kam, ſo vermuthete er doch ſo⸗ gleich die Urſache, und fragte bekuͤmmert nach Hedwig. „Sie weinte,“ antwortete der Diener,„als mich der gnaͤdige Herr hineinrief, und rang die Haͤnde. Ihr habt doch dem lieben Fraͤulein Nichts gethan? denn ihr wart ja immer des Herrn Liebling, und jetzt iſt er ſo boſe auf euch, und ich hoͤrte ihn ſchworen, daß, wenn er euch noch einmal ſaͤhe, er euch an dem hoͤchſten Thurm aufhaͤngen laſſen wolle.“

„Freund,“ ſagte Hofer,„willſt du mir einen Ge⸗ fallen thun, ſo ſage Hedwigen, ich wuͤnſchte ihr ein ewiges Lebewohl, und wuͤrde ſie nie vergeſſen.“

Er ſattelte ſein Roß, ſchwang ſich hinauf, und ver⸗ ließ das Schloß Falkenſtein mit kummervollem Herzen. Ohne zu wiſſen wohin, ließ er ſeinem Pferde die Zugel uͤber den Hals haͤngen, und ritt in ſich verſunken fort, bis ein Gedanke in ihm aufblitzte.„Ja,“ rief er aus, mach Italien will ich ziehen, und beim Heere des Kaiſers entweder durch tapfere Thaten ſteigen, und meiner Hedwig wuͤrdig zuruͤckkehren, oder fallen und ein Leben verlieren, was ohne ſie fuͤr mich keinen Werth hat. Doch will ich noch einmal meine alten Eltern ſehen, und ihren Segen empfangen.“

Bald ſah er das alte Kloſter aus der Waldung hervorragen, und die niedrigen Huͤtten der Bauern friedlich um daſſelbe herliegen. Er ſtieg vor der Thuͤr ſeiner Eltern ab, und trat, nachdem er ſein Pferd ſelbſt in den Stall gefuͤhrt, in die Stube, wo der