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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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das Geſpraͤch der Liebenden belauſcht, und ließ dieſe Gelegenheit zum Sturz des beneideten Hofers nicht unbenutzt. Er entdeckte dem Grafen das Einverſtand⸗ niß ſeiner Dochter mit ihrem Retter, und erregte da⸗ durch den Zorn deſſelben ſo ſehr, daß alle ſeine Dienſte den ungluͤcklichen Hofer nicht geſchuͤtzt haͤtten, wenn er dem Wuͤthenden in den Weg gekommen waͤre.„Der Bube! der gleißneriſche Verfuͤhrer!“ rief Falkenſtein aus, als er von Hedwig das Geſtaͤndniß ihrer Liebe zu Franz erpreßt hatte. Wie konnteſt du dich herabwuͤrdi⸗ gen, Hedwig? eines niedern Bauern Sohn!“

„Seine Dienſte,—“ ſtotterte Hedwig.

„Waren hinlaͤnglich durch einen freundlichen Dank von dir belohnt,“ unterbrach ſie der zuͤrnende Graf. „Hedwig! wenn du nicht auf der Stelle alle Gedanken an ihn aufgiebſt, und dieſe unwuͤrdige Leidenſchaft beveueſt, ſo biſt du nicht meine Tochter. Aber er ſoll fort, der Verfuͤhrer, mit ſeinem glatten Geſicht!“

„Vater,“ flehte Hedwig in der groͤßten Angſt,„Vater, ich beſchwore euch, ſchont nur ihn, den Unſchuldigen.“

„Er ſoll in meinem tiefſten Verließ ſeine Liebes⸗ gedanken vergeſſen!“ rief der Graf zorngluͤhend.

„Bedenkt, Vater! er hat mein Leben gerettet, er hat euch tren und redlich gedient. Ich verſpreche euch Alles, was ihr wollt, nur ſchont ſeiner.“ Sie fiel vor dem harten Mann nieder; ihre Bitten, ihre Thraͤnen erweichten ſein ſtolzes Herz. Er ließ durch einen Diener Hofern befehlen, ſogleich ſeine Burg zu ver⸗ laſſen, und ſich nie wieder in ihrer Raͤhe blicken zu