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das andre neben ſich her, und ritt ſo den Weg zur Burg hinan.
Der Hinterhalt hatte wirklich Hedwigen gegolten. Die beiden Erſchlagenen wurden fuͤr Knechte des Ritters von Hohenhauſen erkannt; Falkenſtein raͤchte ſich an demſelben durch eine Fehde, die er mit Gluͤck fuͤhrte, und worin Hofer aufs neue die Tapferkeit zeigte, wel⸗ cher der Graf die Rettung ſeiner Tochter verdankte. Franz und Hedwig ſahen ſich oft ſeit der Erklaͤrung ihrer Liebe, und trennten ſich nie ohne eine Vermehrung ihrer wechſelſeitigen Znneigung. Wie oft verwuͤnſchten ſie das Hinderniß, welches die Standesverſchiedenheit zwiſchen ihre heiße Liebe warf! wie oft ſeufzte Hedwig: was iſt Adel der Geburt ohne den Adel der Seele, der meinen Franz ziert? Sie fuͤrchtete aber die Entdeckung ihrer Reigung zu einem Manne, den ihr Vater zwar als ſeinen Knappen ſchaͤtzte, der ſich aber durch die Kuͤhn⸗ heit, ſein Auge zu einer Graͤfin zu erheben, den heftig⸗ ſten Zorn deſſelben zugezogen haben wuͤrde, und war doch zu ſchwach, ein Gefuͤhl zu unterdrucken, das ihr ganzes Weſen beherrſchte. Schwankend zwiſchen der Liebe zu ihrem Vater und der Neigung zu Franz lebte Hedwig in Unruhe, jedoch nicht ohne die Hoffnung, die, ſo klein ſie auch ſeyn mag, die Liebe aufhaſcht, wie der ermat⸗ tete Schwimmer ſelbſt nach einem Strohhalm greift, der ihm auf den Fluthen, die ihn zu verſchlingen dro⸗ hen, entgegenſchwimmt.
Die Gunſt, in welcher Hofer bei dem Grafen ſtand, og ihm Neider zu. Ein Reiter hatte durch Zufall


