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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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ſchen durch das Thal reiten ſah, ſo ſchlug ſein Herz hoͤher und ſein Auge gluͤhte; er ruhte nicht eher, als his ihm die Empfehlung ſeines ehrwuͤrdigen Lehrers eine Stelle unter den Reitern des Grafen von Falken⸗ ſtein verſchafft hatte. Waͤhrend der Zeit, die er als Rei⸗ tersknecht in Falkenſtein zubrachte, erwarb er ſich eine ritterliche Gewandtheit in allen Waffenuͤbungen, und zeichnete ſich durch den aͤußern Anſtand ſeines Beneh⸗ mens, ſo wie durch Beſcheidenheit vor ſeinen roheren Kameraden aus. Hofer war daher gewöhnlich der Be⸗ gleiter des Grafen und ſein Lieblingsknappe. Aber es gab nuch noch andere Augen im Schloſſe, die Hofer auf ſich zog. Dies waren die ſchönen Augen des Fraͤuleins Hedwig, der einzigen Tochter des Grafen. Mit Wohl⸗ gefallen ruhten ſie oft auf dem ſchönen Knappen, und ent⸗ deckten jedesmal eine neue Vollkommenheit an ihm. Jetzt war es der edle vitterliche Anſtand ſeiner Geſtalt, der ſie entzuckte, wenn ſie ihn mit ihrem Vater den hohen Burg⸗ weg hinabreiten ſah; ein andermal bewunderte ſie ſeine Beſcheidenheit, wenn er ihr eine Botſchaft uͤberhrachte, und ſeine verſtaͤndigen Antworten auf ihre Fragen, und ſeine Entfernung von den rohen Scherzen und Vergnuͤ⸗ gungen der uͤbrigen Reiter machte ihn in ihren Angen doppelt liebenswuͤrdig. Wenn ſie zwiſchen Hofer und den Rittern, die ihren Vater beſuchten, eine Verglei⸗ chung anſtellte, konnte ſie nicht umhin, jenem den Vor⸗ zug zu geben; kurz, ſie ſah und dachte ſo lange an Hofer, bis ſie ihr Herz auf einmal von Liebe zu dem⸗ ſelben entbrannt fuͤhlte, und erſt die Kluft bemerkte,