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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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Winzer,die Rechte, die allen Menſchen gemeinſchaft⸗ lich ſind. Wir haben gearbeitet, aber ohne Lohn; wir haben geſaet, aber nicht geaͤrntet; die Thiere, die Vögel, die Fiſche ſind fuͤr alle Menſchen geſchaffen, die der Herr nach ſeinem Ebenbilde gemacht hat.

Gegen Falkenſtein! Verderben dem ſtolzen Grafen! tonte es unter den Schaaren, die ſich indeſſen auf dem Dorfplatze gelagert hatten. Hofer wurde bei dieſem Rufe aufmerkſam,Ihr wollt gegen das Schloß Fal⸗ kenſtein ziehen? fragte er beunruhigt.

Der Falkenſteiner, lautete Winzers Antwort, verfahre zuerſt, daß ſeine Gewalt ein Ende hat, und der Tag der Rache da iſt. Du kennſt ſeine Burg, fuͤhre uns hinauf, und wir folgen dir, und waͤren ihre Zin⸗ nen höher, als der Thurm zu Babel. Erklaͤre dich, willſt du unſer Hauptmann ſeyn?

Franz Hofer ſchien zweifelhaft, es wogten Gedan⸗ ken in ſeinem Innern, und ſein Blick wandte ſich bald auf die Haufen, die in wilden Gruppen umherlagen, bald auf den vor ihm ſtehenden Fanatiker.Und wenn ich mich weigere, fragte er nach einer Pauſe,werdet ihr mich ungehindert ziehen laſſen?

Bedenke dich, erwiederte Winzer,du wirſt ent⸗ weder der Anfuͤhrer eines Theils dieſer Leute, die ihr Recht ſuchen, oder du gehſt nicht lebendig von hier.

Gut, ſagte Hofer kalt,ſo erlaubt mir eine Stunde Bedenkzeit, dann will ich euch meinen Ent⸗ ſchluß ſagen.

Er wurde entwaffnet und in das Haus gefuͤhrt,