Hohen, und hoch zu ſtellen die Demuth der Niedrigen? Du ſollſt bleiben, und deinen Arm der Sache des Volkes und des Himmels weihen. Denn wir werden die hohe Veſtung der Mauern beugen, und ſie in den Staub zu Boden werfen. Bleibe hier, und halte die Stimme des Volkes, die dich zum Anfuͤhrer verlangt, fuͤr einen Ruf des Herrn, dem Niemand widerſtehen darf.“
„Waß habt ihr vor?« rief Franz aus,„eure Worte ſagen nichts Gutes.“
Freiheit! Gleichheit!“ brullten in dieſem Augen⸗ blick die entfernter ſtehenden Schaaren, als ein neuer Trupp zu ihnen ſtieß, den die Nachricht von dem Auf⸗ ſtand zur Theilnahme herbeigezogen.
„O ich verſtehe,“ fuhr Hofer mit einem veraͤchtlichen Blick auf die umſtehenden Haufen fort,„mit dieſen arm⸗ ſeligen Waffen wollt ihr die hohen Burgen der Edlen ſtuͤrmen? Ich euer Anfuͤhrer? Rein, nimmermehr!“
„Du ſollſt deinen unterdruckten Bruͤdern helfen,“ ſagte Winzer,„und ſie befreien von ihren Peinigern. Ich habe dir geſagt, daß der Herr ihren Stolz und ihre Macht verdammt hat. Denn wehe denen, die ſich verlaſſen auf Roſſe, und hoffen auf Reiter, und halten ſich nicht zum Heiligen in Iſrael. Der Herr Zebaoth wird ſeine Hand ausrecken und herniederfahren zu ſtreiten auf dem Berg Zion und auf ſeinem Huͤgel.“
nUnd was ſind eure Forderungen,“ fragte Hofer, „ie ihr mit Gewalt erzwingen wollt?“
„Wir verlangen, was uns gebuͤhrt,“ antwyrtete


