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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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ſchloſſen, als einer von denen, die als Wachpoſten am Eingang des Dorfes aufgeſtellt worden, herbeieilte, und

durch die Nachricht, daß die Reiter der Feinde das

Thal herab kaͤmen, eine allgemeine Verwirrung erregte. Die Bewohner des Dorfes bewaffneten ſich, ſo gut ſie konnten; Stangen, Miſtgabeln, Senſen, Aexte und an⸗ deres Geraͤthe, zum friedlichen Feldbau beſtimmt, wurde jetzt zu blutigen Zwecken in die Hand genommen. Michael Winzer ſprang vom Tiſche, und befahl, den Paſtor in einem nahen Hauſe ſcharf zu bewachen; dann ſtellte er ſich mit dem Rufe:Hier Schwert des Herrn und Gideon! vor die Schaaren, die in wilder Unord⸗ nung, jedoch mit Entſchloſſenheit den Feind erwarteten. Nicht lange darauf zeigte ſich ein Reiter am Eingang des Dorfes, der friedlich und ruhig auf ſeinem Roſſe ſaß, und ſich nicht wenig uͤber die Gruppe zu verwun⸗ dern ſchien, die er in einiger Entfernung vor ſich ſah. Er trug eine glaͤnzende Stahlhaube, einen Bruſtharniſch und Beinſchienen; in der linken Hand hatte er einen Spieß und an der Seite ein Schwert. Dem Anſehn nach war er ein Mann von drei oder vier und zwanzig Jahren, mit einem offenen ſchoͤnen Geſicht, uͤber das aber jetzt der Kummer, der auf der Seele des Reiters zu lſten ſchien, ſeinen traurigen Schleier ausgebreitet hatte Bei dem Anblick der ungeordneten Menge, uͤber die in wunderlichem Gemiſch Piken, Aerte und Miſt⸗ gabeln hervorragten, ward er ſtutzig, doch ſetzte er deſſen⸗ ungeachtet ſeinen Ritt fort, bis er auf eines Wurfes

Weite nahe gekommen war. Hier aber ward er mit