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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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auch den Grafen haſſen, womit hat der liebe Paſtor unſern Zorn verdientze

Still! antwortete der Angeredete,jetzt ſteht er vor dem Tiſche, gieb Acht, was der Mann Gottes ſagt!

Was wollt ihr, fragte der Paſtor unerſchrocken, was wollt ihr, daß ihr mich mit Gewalt vor euch zieht? und wer giebt euch ein Recht, ſo mit mir zu verfahren?

Du ſollſt anworten, rief Winzer,nicht fragen. Willſ du dem Antichriſt fluchen, den ibr Pabſt nennt?«

Ich fluche nicht meinen Feinden, erwiederte der Paſtor ruhig,denn der Gott, dem ich diene, hat mich gelehrt zu ſegnen, aber nicht zu fluchen.

Gott hat die Schalen des Zornes uͤber die Erde ausgegoſſen, rief Winzer,und die Zeit ſeines Gerichts iſt gekommen. Du ſollſt fluchen oder ſterben! Mit dieſen Worten riß er das Schwert von der Seite, um ſelbſt ſeinen Urtheilsſpruch zu vollziehen.

Nennt mir wenigſtens, ſagte der Paſtor nach einer Pauſe, in der er ſich von ſeiner plötzlichen Be⸗ ſtuͤrzung uͤher die drohende Bewegung ſeines grimmigen Richters erholt hatte,mennt mir wenigſtens die Ver⸗ brechen, die den Pabſt meines Fluches wuͤrdig machen.

Dieſe Frage lenkte den Zorn Michgel Winzers von dem vor ihm ſtehenden Paſtor auf einen Gegenſtand, der ihm reichlichen Stof zu den großten Schimpfworten gab, womit er die ganze Geißtlichkeit und ihr entar⸗ tetes Oberhaupt uͤberhaͤufte. Er hatte eben unter dem ungeheuerſten Beifall der Umſtehenden ſeine Rede ge⸗

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