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In Mitten der Nordsee : Erzählung für die Jugend / von Marie Roskowska
Entstehung
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befanden ſich wieder auf der Mutter Erde. Sie waren jetzt in Sicherheit, denn die Ebbe führte die Gewäſſer weit vom Strande fort. Dennoch war ihre Lage ſo traurig und troſtlos, wie nur möglich. Sie hatten kein Obdach, keine trockene Kleidung, nicht einmal Lebensmittel und die Boote waren fortgeriſſen. Ehe die rollenden Wogen ſich ſo weit beruhigt, daß Hilfe kommen konnte, waren ſie gewiß ihrem Ungemach erlegen. Auch waren ihre Heerden fortgeſpült und ſie damit des Unterhalts für die Zukunft beraubt.

Dieſe Betrachtung erfüllte die Eltern, als ſie ihre ver⸗ wüſteten Wohnſtätten in Augenſchein nahmen, und bei den Frauen kam dazu noch die Betrübniß über den Verluſt aller Habſeligkeiten, die theils nothwendig waren, theils ihnen durch Gebrauch und Beſitz lieb und werth geworden. Detlev und Maatje beklagten namentlich, daß alle Raritäten, die Blumentöpfe und auch der Stachelbeerbuſch verſchwunden waren, wozu bei dem Knaben noch der Verluſt ſeines Tau⸗ ſendſchönchens kam.

So war die Stimmung unter den dem Tode Entgangenen ſehr gedrückt, nur die Großmutter behielt ihren Muth in der Zuverſicht auf Gott ungetrübt und ſprach aus vollem Her⸗ zen:Lobe den Herrn meine Seele, und was in mir iſt, ſeinen heiligen Namen. Lobe den Herrn meine Seele und vergiß nicht, was er Dir Gutes gethan hat.

Den Andern kehrte das Vertrauen auch bald wieder. Gott hatte ihr Leben wunderbar beſchützt, es mußten ſich jetzt zur Erhaltung deſſelben auch die Mittel finden. Die Frauen und Maate durchſuchten die zerriſſenen Werfte, ob

in den Löchern derſelben nicht Nahrungsnittel angeſchwemmt

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