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ſter, ein achtzehnjähriges Mädchen, arbeitete und litt mit ihr, — ſonſt hatten ſie Niemand, dem ſie ſich anvertrauen konn⸗ ten. Frau Henneke und ihre alte, erfahrne Schwiegermut⸗ ter hätten ihnen zwar freundlich zugeſprochen, aber ſie moch⸗ ten nicht klagen, waren ſcheu und verſchloſſen, auch konnte das ja nicht helfen. Doch ſelbſt der Erheiterung und An⸗ nehmlichkeit, welche in einem geſelligen, nachbarlichen Um⸗ gange liegt, hatte Rikmer ſie beraubt. Er eiferte ſo oft und lange gegen Hennekes, bis ſie ſich zuletzt auf den nothwen⸗ digſten Verkehr mit ihnen beſchränkten und faſt nur aus ihren vier Wänden kamen, um die Schafe aus dem Stall und wie⸗ der hinein zu treiben.
So war denn das Leben in dieſem Hauſe, im Vergleich mit dem auf der Werfte jenſeits des Grabens, ſehr öde und traurig und der kleine Detlev empfand das auch zuweilen. Er wuchs ganz einſam heran und hatte nicht einen Spielka⸗ meraden. Er war gewöhnlich noch ſtiller, wie die Kinder alle auf den Halligen, und machte oft ſtundenlang Gärtchen von kleinen, meiſt zerbrochenen Muſchelſchalen, welche er am Strande gefunden. Der Vater kümmerte ſich wenig um ihn, gab ihm auf ſeine wißbegierigen Fragen nur ſelten Antwort, Mutter und Tante hatten nicht Zeit, ſich viel mit ihm abzu⸗ geben, und das Spiel mit dem halbjährigen Schweſterchen, oder mit den kleinen Lämmern, wie mit Spitz, dem Hunde, erſchien ihm manchmal gar zu langweiligz er ſehnte ſich nach etwas Neuem.
Wenn es unbemerkt geſchehen konnte, ſchlich er dann zu dem Balken, der über den Meeresarm hinübergelegt war und beide Inſelhälften mit einander verband. Hier blieb er ge⸗


