und den Untergang ſeiner Verwandten, zu der Nothwen⸗ digkeit, arm in der Fremde zu leben, kam noch der Schmerz um ſeine Ingendliebe, die er keineswegs ſchon vergeſſen hatte. Doch ließ er ſich von alldem nicht beu⸗
gen. Als die polniſchen Legionen gebildet wurden, nahm
er Dienſt darin und machte die Feldzüge mit, in denen
ſo viel Polenblut floß. Allein die Hoffnungen, welche die
franzöſiſche Republick den Flüchtlingen vorgeſpiegelt, wur⸗
den nicht erfüllt; in den Friedensſchlüßen zu Campo
Formio und Luneville wurde ihres Vaterlandes nicht
gedacht und im Zahre 1801 ſchiffte man den größten
Theil der Legion mit Gewalt nach St. Domingo ein.
Stanislaw nahm als Kapitain ſeinen Abſchied und die
Thronbeſteigung Alerander's geſtattete ihm, in die Hei⸗
math zurückzukehren. Die Zeit hatte die erſte Liebe ver⸗
wiſcht, ſein Herz war wieder frei, blieb es aber nicht
lange. Eine ſchöne junge Polin feſſelte ihn; er wurde
ihr glücklicher Gatte und vergaß in einem Kreiſe blü⸗
hender Kinder Jadwiga.
Janek, der Diener Stanislaw's, war nicht getödtet, nur ſchwer verwundet worden. Er genas und es gelang ihm, aus der Gefangenſchaft zu entfliehen, da die geringen Leute nicht ſcharf bewacht wurden. Seinem Herrn mit unerſchütterlicher Anhänglichkeit ergeben, bettelte er ſich zu ihm nach Paris durch und theilte mit ihm die Ar⸗


