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Polnische Mütter : historische Novelle / von M. Roskowska
Entstehung
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men! Einige Trümmer der polniſchen Truppenabtheilung, welche Praga vertheidigt, hatten die Weichſel überſchrit⸗ ten und die Brücke in Brand geſteckt. Die Zurückbleiben⸗ den waren ihrem Schickſal überlaſſen worden.

Doch war dies Alles erſt nach verzweiflungsvollem Widerſtande geſchehen, erſt nachdem während des dreiſtün⸗ digen Kampfes acht Tauſend Polen gefallen waren. Mehrere Generale und die meiſten Offiziere waren geblieben, unter dieſen auch Bogumil Dziekonski. Tapfer und ohne ſich durch den ſchlechten Erfolg entmuthigen zu laſſen, hatte er gefochten, und auch als die Ruſſen ſchon die Verſchan⸗ zungen erſtiegen und die Seinigen zurückgedrängt hatten, ſtritt er mit einigen Leuten noch unerſchrocken und ſank endlich, von einer Menge Wunden bedect.

Die Generalin hatte ſich mit Marynia wieder zu dem Leichnam ihres Gatten begeben, und ihre Tochter feſt in ihre Arme ſchließend, erwartete ſie ſtumm und thränen⸗ los das Kommende. Janek hatte ſich gelobt, ſie bis zu ſei⸗ nem letzten Athemzuge zu vertheidigen, und ſetzte ſich vor der Zimmerthür nieder, indem er ſich die Zeit damit ver⸗ trieb, an Jadwiga's Zofe, die niedliche Joſepha zu denken, welche es ihm mit ihren runden, braunen Augen ganz an⸗ gethan hatte und ihm, einem hübſchen, gewandten Bur⸗ ſchen, auch gar nicht abgeneigt war.

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