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Polnische Mütter : historische Novelle / von M. Roskowska
Entstehung
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Wie grell kontraſtirten die Gedanken des jungen Menſchen mit den Vorgängen um ihn her! Unter den ſieg⸗ reichen Ruſſen befanden ſich einige Bataillone jener Trup⸗ pen, die bei der Revolution in Warſchau ſo unglücklich geweſen und allerdings ſehr grauſam behandelt worden waren. Ihre Erbitterung und Racheluſt hatte ſich den an⸗ dern Soldaten mitgetheilt, und die Bewohner Pragas mußten büßen, was ſie nicht verſchuldet. Namenloſe Greuel wurden verübt, und wie einſt Tilly bei der Erſtürmung Magdeburgs, war Suvarow der Meinung, der Soldat müſſe etwas für ſeine Mühe haben. An mehreren Stellen wurde Feuer angelegt, und da die Häuſer größtentheils aus Holz beſtanden, verbreitete es ſich mit entſetzlicher Schnelligkeit. Alle, die den Ruſſen in die Hände fielen, Männer und Weiber, Greiſe und Kinder, wurden erbar⸗ mungslos niedergemetzelt und Säuglinge an die Lanzen der Koſacken geſpießt. Zwölf Tauſend wehrloſe Menſchen, nach Einigen fünfzehn Tauſend, wurden niedergemacht, und wenn dieſe Angabe auch übertrieben iſt, bleibt immerhin noch genug übrig, um unſer Haar zu ſträuben. Oginski ſagt in ſeinen Denkwürdigkeiten:Ein Grenadier hielt in der Linken das Bajonet, welches er jedem Polen, auch den Schwerverwundeten, durch den Leib rannte, und in der Rechten die Axt, womit er dann Jedem den Gnaden⸗ hieb über den Hirnſchädel gab. Auf den Vorwurf eines