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ihren Schmerz verſunken, an ſeiner Leiche; jene in lautloſem, aber herzzereißenden Weh, Marynia in einer Art Begeiſterung. Sie fühlte, wie ihre Mutter, daß das Leben ſeinen Reiz verloren habe, aber das drückte ſie nicht nieder, ſondern erhob ſie. Der Tod war ja das Ende aller Leiden, er vereinte die Getrennten in ewiger Selig⸗ keit. Severin konnte ſie nie vergeſſen, und hätte ſie ein halbes Jahrhundert gelebt, Domenik war todt und nun war auch der Vater dahin gegangen— nun ſehnte ſie ſich recht nach der Grabesruhe und betete um ein baldiges Ende.
Unbekümmert um die Außenwelt, hatten ſie nicht beachtet, was draußen vorging; der Donner der Kano⸗ nen, der Lärm des erbitterten Kampfes war an ihren Ohren verhallt, und die Hausbewohner hatten ſich theils in die Keller, theils nach Warſchau geflüchtet. Zetzt ſtürzte Janek blutbefleckt herein.„Mein Gott, Herrin, welches Unglück!“ rief er entſetzt.„Die Ruſſen dringen von allen Seiten ein, die Unſeren ſind zurückgeworfen!— Kommt, rettet Euch, ehe es zu ſpät iſt!“
Ohne recht zu verſtehen, was er wolle, ließen Mut⸗ ter und Tochter es geſchehen, daß der treue Menſch jede von ihnen an einem Arm ergriff und ſie hinausführte. Vor der Thüre leuchtete ihnen Feuerſchein durch das nächtliche Dunkel entgegen— die Brücke ſtand in Flam⸗


