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Polnische Mütter : historische Novelle / von M. Roskowska
Entstehung
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landes, getäuſchte Hoffnungen und pecuniäre Verluſte, Krankheiten und der Tod eines Kindes, das Leid und Un⸗ gemach, welches das Leben gewöhnlich bietet, hatte ſie einander nur näher gebracht, ſie nur feſter und inniger vereinigt. Einer hatte vor dem Andern kein Geheimniß und ihre Wünſche, Abſichten und Beſtrebungen waren ſtets gemeinſam. Sie hielt ihn für den Inbegriff menſch⸗ licher Güte und Vollkommenheit und ſtellte ihn gern ihren Söhnen zum Muſter auf. Er vertraute ihrer Einſicht unbedingt, und ſeine aufbrauſende Heftigkeit hielt nie⸗ mals Stand vor ihrer ſanften Beſchwichtigung.

Daß die Generalin ihre Kinder liebte, wäre eben kein beſonderes Verdienſt geweſen, etwas Natürliches ver⸗ ſteht ſich ja von ſelbſt. Allein ſie hatte dieſelben auch er⸗ zogen, und das will unendlich mehr ſagen, als manche Mutter begreift, welche meint, es ſei genug, dem Triebe des Herzens zu folgen.

Domenik, der Aelteſte, war ziemlich das Ebenbild des Vaters, nur ohne deſſen Blatter⸗ und Hiebnarben in ſeinem friſchen und leidlich hübſchen Geſicht. Auch an Geiſt und Gemüth glich er dem General, nur hatte ihm ſeine Mutter die Neigung zum Zorn frühzeitig abgewöhnt. Eine glänzende, meteprartige Laufbahn war ihm wahr⸗ ſcheinlich nicht beſchieden, doch gewiß wurde er einſt das Haupt eines geehrten und glücklichen Familienkreiſes und