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dauern wir freilich, daß wir nicht früher dazwiſchen tra⸗ ten. Allein in dieſem Augenblicke iſt es zu ſpät und— zu frühe, wie man es eben nehmen will. Ich liebe meine Tochter zärtlich, daher begreifen Sie wohl, daß ich nicht geneigt ſein kann, ſie gegen ihren Willen zu verheirathen, und Graf Strzelno dürfte eben ſo wenig daran denken.“
„So muß ich alſo jede Hoffnung aufgeben?“ fragte der Graf verſtimmt.
„Jede? Nein!“ antwortete die Gräfin lächelnd. „Sie wiſſen ja wohl, wie leicht ein Mädchenherz erglüht und— erkaltet. Warten Sie ruhig ab, was die Zeit bringt. Vorläufig würde es freilich nicht helfen, ſondern nur ſchaden, wenn Sie ſich allzu ſichtlich um Jadwiga bemühten; nach einigen Monaten aber mag ſich das geändert haben. Auch iſt ſie eine gehorſame Tochter— hat noch nie einem Wunſch oder Befehl von mir wider⸗ ſprochen, und ich will das Meinige für Sie thun. Vielleicht gelingt es mir, ſie von Dziekonski abzuziehen, und dann mögen Sie verſuchen, ob Sie ihr Herz gewinnen; zwin⸗ gen würde ich ſie nicht gern. Ich liebe die gewaltſamen Mittel nicht, ſo lange man mit gelinden ausreicht. Daher ſuchen Sie auch keine Händel mit Dziekonski, verſpre⸗ chen Sie mir das. Es iſt möglich, daß Ereigniſſe ein⸗ treten, welche mich nöthigen, gegen meinen Willen und


