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Polnische Mütter : historische Novelle / von M. Roskowska
Entstehung
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Illumination und den ſchönen Tag, welchen Polen heute feierte. Es war ein hochgewachſener, ſchön gebauter Mann, das Modell eines jugendlichen Kriegers. Seine Geſichtszüge waren nicht ganz regelmäßig, doch nahmen ſie ſogleich für ihn ein. Muth und Entſchloſſenheit, eine feurige Seele, aber auch ein feſter Charakter, ſprach trotz ſeiner Jugend aus ihnen.

Vor dem Hauſe des Grafen Strzelno blieb er ſtehen und ſchaute zu den Fenſtern auf. Eine weibliche Geſtalt befand ſich an einem derſelben und nach einem Gruß trat er haſtig ein. Die Dienerſchaft war heute nicht, wie ſonſt, auf ihrem Poſten Niemand zeigte ſich, der ihn melden konnte. Allein das war auch unnöthig, Jadwiga hatte ihn bemerkt und öffnete ihm ſelbſt die Thür des Salons.

Wie hübſch, daß Sie kommen! rief ſie fröhlich. Mutter hat in ihrem Zimmer Beſuch. Gott weiß, was die langweiligen Leute bei ihr wollen Vater iſt in Ge⸗ ſellſchaft, die Männer können gar nicht genug bekom⸗ men. Das Diner auf dem Gemeindehauſe genügte nicht. Severin war unlängſt hier und wollte mich ber⸗den, mit ihm zu Marhnia zu gehen, die er ſeit einigen Jahren nicht geſehen hat. Allein ich lehnte es ab ich weiß ja, daß ſie ſich in dieſer Zeit ungern durch Weltkinder zer⸗ ſtreuen und ſtören läßt. Aergerlich über meine Weigerung ging er fort, und da bin ich denn ganz allein.