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Sie verabſchiedete ſich ceremoniös von ihr, freund⸗ licher von Jadwiga.
Dieſe nahm den Arm ihrer Mutter und ihr Blick überflog die Reihen der Soldaten, welche noch aufgeſtellt waren. Plötzlich hatte ſie gefunden, was ſie ſuchte, und erröthete freudig. Ein junger Offizier ſalutirte ehrer⸗ bietig und ſeine Augen begegneten den ihrigen feſt und lange. Die Mutter erwiederte den Gruß freundlich und ſchien die Verwirrung und Aufregung ihrer Tochter nicht zu bemerken. Nach einem Augenblick aber ſagte ſie lächelnd:
„Wo haſt Du denn Deine Augen, Jadwiga? Graf Palowski grüßt ſchon zum Zweitenmale, und Du dankſt ihm nicht. Da kommt er eben heran.“
Ein bleicher Mann geſellte ſich mit artigen Fragen nach dem Befinden der Damen zu ihnen. Jadwiga ſchaute noch einmal nach dem Offizier zurück und antwortete dann dem Grafen Palowski ziemlich zerſtreut. Die Mut⸗ ter benahm ſich gegen denſelben ſehr artig; er war einer der reichſten Gutsbeſitzer Litthauens, und ſie hatte ihre Gründe, ihn an ſich zu ketten.
Der König legte mittlerweile den Grundſtein zu ei⸗ nem Tempel, deſſen Erbauung von dem Reichstag be⸗ ſchloſſen wurde, um das Andenken an die Einführung der Verfaſſung zu verewigen. Seine Begleitung folgte


