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Polnische Mütter : historische Novelle / von M. Roskowska
Entstehung
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vorkommenheit gegen Marynia's Mutter, doch dieſe ant⸗ wortete auch nur einſilbig und mit erzwungener Artigkeit. Ihr war dieſe gottesdienſtliche Feier nicht eine leere Ce⸗ remonie geweſen, überdies theilte ſie die freundſchaftliche Geſinnung nicht, welche die Senatorin zeigte. Obgleich ſie ſich als gebildete Frau beherrſchte und nicht gegen die Höflichkeit verſtieß, war doch in ihrem Benehmen eine ge⸗ wiſſe Kälte ſichtbar.

Der Menſchenknäuel hatte ſich indeß aufgelöſt.

Ich werde alſo morgen wirklich nicht die Freude haben, Sie auf meinem Ball zu ſehens⸗ fragte Frau Strzelno.Sie ſollten ſchon wegen Marynia kommen. Das Mädchen wird von Tag zu Tag ſöner ver⸗ jüngtes Ebenbild, Frau Generalin. Still, Sie dürfen mir das nicht übel uehmen! Sie wiſſen wohl, wir Frauen machen uns unter einander keine Komplimente und ſind da immer aufrichtig!

Die Generalin verbeugte ſich und ſagte ruhig: Meine Tochter beſucht noch nicht Bälle oder Geſell⸗ ſchaften; auch bereitet ſie ſich eben zur erſten Beichte und Communion vor, da muß ich jede Zerſtreuung von ihr fern halten. Sonſt wäre ein Ball bei Ihnen, Frau Grä⸗ fin, gewiß die erwünſchteſte Gelegenheit, ſie in die Welt einzuführen.