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ziger Sohn Severin, der Mittel⸗ und Ausgangspunkt all ihrer Wünſche, Ideen und Beſtrebungen. Wenn ſie ihn anſah, wurde das erzwungene oder ſpöttiſche Lächeln auf ihren Lippen natürlich und zärtlich, und eifrig be⸗ mühte ſie ſich, ſeinem Auge zu begegnen. Das gelang ihr jedoch nicht. Seine Blicke hatten ein anderes Ziel, als die Mutter, und ſie entdeckte daſſelbe bald.
In geringer Entfernung ſaß neben einem Pfeiler die Generalin Dziekonska. Sie war etwas älter, als die Gräfin, eine hohe, ſtattliche Geſtalt mit ſchönem, ernſten Geſicht und ſprechenden, ſchwarzen Augen. Neben ihr, durch den Pfeiler halb verborgen, befand ſich ihre Tochter Marhnia, und dieſe feſſelte die Aufmerkſamkeit des jun⸗ gen Kammerherrn ſo ausſchließlich, daß er keinen Ge⸗ danken für die eigene Mutter übrig behielt. Marhnia war beinahe noch Kind, kaum fünfzehn Jahre alt, überdies ſah der junge Mann nur ihr Profil, doch das war ſo rein und madonnenhaft, daß er darüber ſeine ganze Umge⸗ bung vergaß und wie aus einem Traume auffuhr, als der Gottesdienſt zu Ende war und der Zug ſich aus der Kirche begab.
Bei dem nun eytſtehenden Gedränge kam die Grä⸗ fin mit ihrer Tochter in die Nähe der Generalin und Marynia's. Die jungen Mädchen begrüßten einander herzlich, und Severin, der es zurückblickend bemerkte, ver⸗


