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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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um die entflohenen Itelmenen zu verfolgen. Eine Abthei⸗

lung kam auch an den Tſchamſcha, und Alle, die noch im Dorf waren, zogen ſich in den Wald zurück. Nur Saag⸗ ſchehm blieb ſie wollte es einmal ſo und ihrem feſt und ruhig ausgeſprochenen Willen wagte ſich ſelbſt ihre Tochter nicht zu widerſetzen. Feodor beabſichtigte mit ſeiner Frau und den Wenigen ſeiner Landsleute, welche übrig geblieben, nach ſeiner Heimath zurückzukehren, und Paſuitſch mit ihrer Familie, wie der Reſt der Dorfbewohner, wollte ſich ihnen anſchließen, weil ſie von den Ruſſen das Schlimmſte zu er⸗ warten hatten. Die Hartnäckigkeit, mit welcher Saagſchehm darauf beſtand, noch zu bleiben, hielt die Andern auf, denn

Paſuitſch wollte ohne ihre Mutter nicht die Gegend verlaſſen. Endlich verſprach dieſe, ſich um Mitternacht an einem be ſtimmten Orte einzufinden, und dann ſollte die Reiſe ange⸗ treten werden.

Der leidenſchaftlichen alten Frau ſchien es unmöglich, ihren Schwiegerſohn und ihre Enkel ungerächt zu laſſen. Sie hatte einen Plan, zu deſſen Ausführung ſie ſchon vorher einige Anſtalten getroffen. Kutſchinz, der ſich auch unter Feodors Kommando befunden hatte, hegte eine große Ver⸗ ehrung gegen ſeine kluge Schwiegermutter; ihn hatte ſie in das Geheimniß eingeweiht, und obgleich er Anfangs darüber erſchrack, hatte er ſich doch bereden laſſen, die Hand dabei zu bieten.

Die Koſaken waren ſehr erbittert, als ſie das leere Dorf fanden, und wollten Saagſchehm, die einzige lebende Seele darin, arg mißhandeln. Allein Baſil ſchützte ſie und zuletzt

waren die Koſaken noch froh, daß ſie eine Perſon hatten,