Zwölftes Kapitel.
Vor der Exploſion hatte Paſuitſch die Kurilen und ihre Freunde zum Kampfe ermuthigt. Es galt ja nicht allein die Freiheit des Vaterlandes, die Abſchüttelung des uner⸗ träglichen Joches, ſondern auch das Leben ihres Mannes und ihrer Kinder, denn Alexei war ihr theuer, wie ein leib⸗ licher Sohn. Nach der ſchrecklichen Kataſtrophe war ſie außer ſich, daß ſie nicht, wie Aphaka, bei den Ihrigen geblie⸗ ben und mit ihnen geſtorben ſei. Sie wollte wenigſtens hin, die Leichen ihrer Lieben ſuchen, doch Tſchekawa und Feodor hielten ſie mit Gewalt zurück und nahmen ſie, gegen ihren Willen mit ſich, als der unvermeidliche Rückzug angetreten wurde. Erſt nach langer Zeit erinnerte ſie ſich, daß ſie da⸗ heim noch ein geliebtes Kind und eine alte Mutter habe, und für die Rettung Beider ſorgen müſſe.
Als Saagſchehm das ganze Unglück erfuhr, war ſie einen Augenblick erſtarrt, dann wollte ſie mit ihren eigenen Händen den Prieſter umbringen, der noch in ihrem Gewahrſam war und nach ihrer Meinung die Veranlaſſung des furchtbaren Ausgangs der ſo viel verheißenden Unternehmung. Paſuitſch war durch ihr herbes Leid nicht blutdürſtig gegen den Mann geworden, der ihnen ſonſt nur Gutes erwieſen hatte; ſie mußte ihr ganzes Anſehn aufbieten, um den Mord zu hin⸗ dern, denn mehrere Andre dachten wie Saaſchehm und ver⸗ langten eine blutige Sühne für das viele Blut, das auf ihrer Seite gefloſſen war.
Die Koſaken hatten ſich in mehrere Haufen getheilt,


