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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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Tapferkeit gekämpft. Ein unſäglich qualvolles Gefühl er⸗ faßte den Verwundeten er wußte, Alles ſei verloren, der ſchöne Traum von Freiheit vorüber.

Aphaka umſchlang ihn feſter, blickte angſtvoll in ſein bleiches Geſicht und wiederholte:Du darfſt du darfſt nicht ſterben! Du weißt, dein Leben iſt nothwendig du mußt alſo leben Gott wird dich alſo leben laſſen!

Die ſeltene Kraft im Charakter des Knaben zeigte ſich erſt jetzt; wo läßt ſich Seelenſtärke und Geiſtesgröße auch wohl beſſer bewähren, als in hoffnungsloſem Unglück und im Angeſicht des Todes?Außer Gott weiß es Niemand ſo gut als du, wie bitter mir das Sterben iſt; ich wollte ſo Vieles, ſo Großes, und nun Alles, Alles dahin! Aber Jammern und Klagen hilft nichts ſtill und muthig lei⸗ den und ſterben iſt das Einzige, was ſich noch thun läßt, ſagte er gefaßt und ergeben.Ich habe den Troſt, daß ich nichts verſäumte und Alles that, was ich konnte. Mehr ver⸗ mag kein Menſch, der Ausgang liegt in Gottes Hand wir dürfen nicht mit ihm hadern! Bei unſrer Niederlage hat das Leben ſeinen Werth für mich verloren und ich ſegne meine Wunden; der Tod entzieht mich dem Hohn und der Erniedrigung, die meiner harrt. Aber was wird aus dir und den Deinen? Euer Schickſal kümmert mich viel mehr, als mein eigenes! fügte er in tiefem Schmerz hinzu und vermochte ſeine Thränen nicht zurückzuhalten. 5

Aphaka küßte die Thränen weg und ſagte ruhig, faſt heiter:Oh, um uns weine nicht! Gott wird für uns ſor⸗ gen! Aber ſieh, was iſt das? rief ſie plötzlich erfreut. Kosko und Arem hatten die Kamtſchadalen zu einer

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