Auszug aus den Dörfern. Wirklich war auch ſchon ein friſcher Haufe Kamtſchadalen in der Nähe, hielt ſich aber unglücklicherweiſe mit der Zerſtörung des Kloſters auf.
Von ſeinen Sorgen und Obliegenheiten ganz in An⸗ ſpruch genommen, hatte Kosko es nicht bemerkt, daß Aphaka, mit Muri an ihrer Sette, ihm ſtets folgte. Jetzt traf er mit Alexei zuſammen und dieſer rief nun erſchrocken:
„Was machſt du hier, Unglückliche, warum biſt du nicht bei der Mutter?“
Aphaka erwiederte den Vorwurf, welchen ihr Vater ihr auch machte, mit einem flehenden Blick und antwortete mit gefalteten Händen:
„Ich könnte es nicht aushalten, Euch in Gefahr zu wiſſen, darum blieb ich heimlich hier und ſagte es nur Tſchekawa, daß die Mutter ſich nicht ängſtigt, wenn ſie mich vermißt. Laßt mich Euer Schickſal theilen— ich verlange nichts anderes, und es iſt auch am Beſten! Schlagen wir den Sturm ab, ſo bin ich hier ſicherer, als draußen, fällt die Feſtung in die Hände der Ruſſen, ſo gehört ihnen ja auch das ganze Land und ich muß ſterben, oder Sklavin werden!“
Kosko ſah ein, daß ſie nicht Unrecht hatte, befahl ihr jedoch, nachdem er ſie herzlich geküßt, an einer geſchützten Stelle zu bleiben. Als er ſich aber nach einiger Zeit entfernt hatte und ſie nicht ſehn konnte, was paſſirte, vermochte ſie es in ihrem Verſteck nicht mehr auszuhalten. Die Seene hatte ſich indeß ſehr verändert; die Ruſſen hatten an einer Stelle den Wall erſtiegen. Alexei warf ſich ihnen mit weni⸗ gen Leuten entgegen und ein wildes Handgemenge entſpann


