in die Nähe von Niſchnoi gewagt, weil er fürchtete, ſeinen
Feinden in die Hände zu fallen, doch hatte er die ausgezoge⸗
nen Koſaken getroffen. Sie wollten ihm nicht recht glauben, und verlachten in ihrer ſtolzen Sorgloſigkeit den Gedanken, die Eingebornen könnten jemals ihre Feſtung nehmen. Erſt als ein athemloſer Bote, der nur mit Mühe dem Verderben entronnen war, die Einnahme des Ortes verkündete, hörten ſie auf, die Empörung als geringfügig zu betrachten, und kehrten ſchnell um.
Die Sieger waren in wilder, gedankenloſer Luſt mit der Zerſtörung der Häuſer beſchäftigt, als Alexei ſie ſchleunig zuſammen rief und nach dem Fort führte, weil die Ruſſen anrückten. Es herrſchte die größte Verwirrung, doch ge⸗ lang es Alexei und den Häuptlingen, die Ordnung ſo weit
herzuſtellen, um die Wälle zu beſetzen. Auch ſandte Alexei
unter Feodors Führung deſſen Landsleute und einen Theil der Untergebenen Kosko's in das nächſte Wäldchen, wo ſie einen Hinterhalt bilden und den Koſaken in den Rücken fal⸗ len ſollten, ſobald dieſe das Fort angegriffen hatten; auch konnten ſie die Itelmenen aufnehmen, welche etwa noch ein⸗ trafen. Die Frauen ſchloſſen ſich ihnen nach einem kurzen, herzzerreißenden Abſchied an, damit ihnen im Nothfall der Weg ins Gebirge frei blieb. Dann ließ Alexei die Kähne
verſenken, daß ſich die Koſaken ihrer nicht bemächtigen oder
die Kamtſchadalen nicht zur Flucht verlockt werden ſollten. Auch ließ er in der Eile die Stellen der Feſtungswerke aus⸗ beſſern, welche in der Trunkenheit des Sieges zerſtört wor⸗ den. Jetzt, als die Gefahr dringend war und die Meiſten die Beſinnung verloren, zeigte ſich Alexeis Geiſtesgegenwart im


