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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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Landsleute zu warnen. Saagſchehm ſah ein, ſie müſſe ihn aufhalten, weil er ſonſt früher nach dem Oſtrog gelangt wäre, als die Angreifenden. Höflich und ehrerbietig, doch ſehr beſtimmt erklärte ſie ihm: er ſammt dem Sklaven, wel⸗ cher ihm als Führer diente, dürfe nicht fort, ſondern wäre ihr Gefangener. Geduldig ergab ſich der Prieſter in ſeine Haft, obgleich er mit lebhafter Sorge ſeiner Landsleute dachte, die keine Ahnung der drohenden Gefahr hatten.

Der Gouverneur hatte zwar Kosko vorläufig verziehn, doch hatte Galgal gemeint, es könne nicht ſchaden, wenn er dieſem auf eigne Hand einen Streich ſpiele, ſobald ſich näm⸗ lich eine Gelegenheit dazu darbiete. Darum hatte er die Koſaken, mit welchen er auf die Jagd nach wildem Geflügel gezogen war, überredet, bis in die Nähe des Tſchamſcha zu gehn.

Jetzt ſtand er Todesangſt aus in der Jurte, worin ihm das Waſſer bis über die Knie ging, doch die Ankunft Baſils machte ihm neuen Muth. Er verlangte den Prieſter zu ſprechen, und der Lahme, welcher oben am Rauchloch ſtand und ihn bewachte, beſtellte willig ſeine Botſchaft. Baſil ſäumte nicht zu kommen; Galgal hatte ſich im Frühling taufen laſſen es war natürlich, daß er vor ſeinem Tode religiö⸗ ſen Beiſtand verlangte und die Kamtſchadalen hatten nichts dagegen, ihm denſelben zu gewähren.

Baſil blieb lange bei dem Verurtheilten. Dieſer er⸗ zählte ihm, was er von dem Vorhaben der Itelmenen er⸗ fahren hatte, und das war ziemlich Alles, denn vor ihm hatte man ſich nicht in Acht genommen. Baſil erſchrak und es ſchien ihm unmöglich, ſeine Landsleute ungewarnt zu