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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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laſſen. Er wußte zwar, Galgal ſei bei einem Angriff auf Aphaka und Alexei gefangen worden, und ſein Billigkeitsge⸗ fühl ſagte ihm, die Itelmenen ſeien befugt, ſich von dem Friedensſtörer zu befreien, denn in Niſchnoi hätten ſie auf eine Klage gegen ihn doch kein Recht bekommen. Dennoch bewog ihn die Sorge um die Ruſſen und das Flehen Gal⸗ gals, auf deſſen Vorſchlag einzugehen.

Er blieb bis zur Dämmerung bei ihm, was der Wäch⸗ ter, ſelbſt ein Chriſt, nicht zu hindern wagte, zerſchnitt dann Galgals Bande und tauſchte mit ihm die Kleidung. Das konnte ganz unbemerkt geſchehn, da es in der Hütte ſehr dunkel war. Galgal ſtieg hierauf den Baumſtamm hinan, indem er geſchickt die Unbehiflichkeit des Geiſtlichen nach⸗ ahmte Der Itelmen war ſo ehrfurchtvoll gegen den Prieſter,

daß er ihm nicht unbeſcheiden nahe kam, ihn auch nicht

aufhielt, als er, ſtatt die Leiter zu ſeinem Balagan hinauf, hinter die Hütten ging und in der Dunkelheit verſchwand. Erſt als der vermeintliche Prieſter nach einigen Minuten

nicht wieder kam, machte der Wächter Lärm. Saagſchehm

wurde ſogleich benachrichtigt und der Geiſtliche geſucht und gerufen. Es war vergebens, allein das erregte noch keine große Aengſtlichkeit wegen des drohenden Verrathes, denn der Führer Baſils war in ſicherm Gewahrſam und der Pope konnte ſich in der pfadloſen Gegend ſchwerlich zurecht finden.

Wer beſchreibt aber die Wuth und Verzweiflung Saag⸗ ſchehms, als ſie am Morgen Galgal zu bringen befahl, da⸗ mit er getödtet werde, und ſtatt ſeiner der Prieſter erſchien. Die Abergläubigen meinten, der böſe Geiſt habe dabei ſeine