Druckschrift 
Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Krachen im Innern des Vulkans warf dieſer eine ſolche Menge Aſche undmit ſolcher Gewalt aus, daß das Tages⸗ licht erblich und ein dichter Aſchenregen auf hundert Werhe in die Runde niederrieſelte.

Nur die Alten, die Kinder und Mädchen blicben e am Tſchamſcha zurück, die meiſten Fraurn begleiteten ihre Män⸗ ner, unter dieſen Paſuitſch und Tſchekawa. Aphaka ſollte zu Hauſe bleiben, allein ſie bat und weinte ſo lange, ver⸗ ſicherte ſo lebhaft, ſie werde daheim vor Angſt umkommen, bis ihre Eltern nachgaben; ihr geſchwollenes Geſicht wurde bald beſſer.

Einige MWänner mußten wegen körperlicher Gebrechen, zum Beiſpiel, Lahmheit oder blöden Augen, im Oſtrog blei⸗ ben und ihnen wurde der gefangene Koſak wie auch Galgal überlaſſen. Sie konnten zu ihrem Bedauern keinen An⸗ theil am Kampf nehmen, daher war es ihnen eine große Genugthuung, einen der verhaßten Fremdlinge und den Verräther Galgal zu tödten. Mit dem Koſaken wurde kurzer Prozeß gemacht; ſie erſchlugen ihn ſogleich, nachdem die Andern fortgezogen waren. Galgal dagegen wurde bis zum Morgen in eine Jurte geſperrt. Die alte Saagſchehm konnte ihm nicht vergeben, was er ihr und den Ihrigen Leides zugefügt und zuzufügen beabſichtigt; und obgleich ſie ihren Kindern und Enkeln verſprochen hatte, den Schul⸗ digen ſchnell und leicht ſterben zu laſſen, war ſie doch nicht geſonnen, ihr Verſprechen zu halten.

Gegen Abend erſchien ganz unerwartet Bruder Baſil im Dorfe. Er hatte unter den Itelmenen verdächtige Be⸗ wegungen bemerkt und wollte nach Niſchnoi zurück, um ſeine